Sakristei: Unterschied zwischen den Versionen
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Zum traditionellen (beruflichen) Kirchnerdienst gehörte es, die Weißwäsche zu waschen und nach Erfordernis gebügelt und gefaltet in den Schrankfächern bereit zu halten. | |||
Dabei wird die sog. Kelchwäsche sofort nach jedesmaligem Gebrauch gewaschen. | |||
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In der Sakristei werden die Kerzen für die Altarleuchter vorrätig gehalten und während | |||
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Die Abendmahlsgeräte werden bereit gestellt, Hostien in ausreichender Zahl in die Hostiendose gegeben und Wein bzw. Traubensaft in die Kanne(n) gefüllt. Es ist sorgfältig darauf zu achten, dass der für das heilige Abendmahl bestimmte Wein in einwandfreiem Zustand aufbewahrt und nicht zu Essig wird oder verdorben ist. Nach der Vorbereitung werden die Abendmahlsgeräte mit den zugehörigen Paramenten sowie Reinigungstüchern und Alkohol zum Altar gebracht und unmittelbar nach Ende des Gottesdienstes zurückgeholt, sofort gereinigt und getrocknet und dann erst weggeräumt. | |||
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Gottesdienstbuch und Lektionar sind, wenn sie dort nicht ständig liegen, zum Altar bzw. | |||
zum Lesepult zu bringen. Es ist sehr hilfreich, wenn die Kirchner sie dabei dem Kirchen- | |||
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Die Abkündigungen werden heute sehr unterschiedlich gehandhabt. Wird noch ein Ab- | |||
kündigungsbuch entweder von der Kanzlei oder dem Kirchnerdienst geführt, soll dies bei- | |||
behalten werden. Oft sind Ringbücher vorhanden. Für den Kirchnerdienst ist die konkrete | |||
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ze vor dem Vollgeläut der Glocken entzündet. | |||
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Sakristei das Rüstgebet und eventuell nach dem Gottesdienst ein Dankgebet. | |||
Aktuelle Version vom 11. Juli 2026, 11:13 Uhr
Die Sakristei dient als liturgischer Ort der Vorbereitung für den Gottesdienst und ist keine
Abstellkammer. Daher ist die Sakristei genauso in einem ordentlichen Zustand zu halten wie der Altarraum und die ganze Kirche. Darüber hinaus ist die Sakristei das Zentrum des Kirchnerdienstes, von der alle Tätigkeit für den Gottesdienst und den Kirchenraum ihren Ausgang nimmt.
Praktisch steht dem entgegen, dass es in vielen Kirchen an geeigneten Abstellflächen
fehlt, vorhandene Sakristeien sehr klein, niedrig oder auch feucht und dumpfig sein
können. Vor allem in klassizistischen Emporenkirchen mit Kanzelaltar ist oft überhaupt
keine Sakristei, sondern nur die völlig unzureichende Fläche eines Standes, sozusagen
die Garderobe zum Anziehen des Talares, vorhanden.
Einrichtung und Ausstattung[Bearbeiten]
Manche Sakristeien besitzen einen Altar, dann ist dieser mit einer sauberen Altardecke, Altarleuchterpaar, Altarkruzifix und evtl. Stufenteppich wie alle Altäre auszustatten, jedoch ist ein Antependium verzichtbar.
Hingegen gehört zu jeder Sakristei ein Kruzifix oder ein anderes Andachtsbild sowie evtl.
eine Kniebank. Aus praktischen Gründen unverzichtbar sind ein Spiegel und Kleiderhaken, sofern kein Garderobenschrank – mit Türspiegel – untergebracht werden kann. Ein Tisch mit Schublade und ein Stuhl, besser zwei Stühle sind ebenfalls wichtige Einrichtungsgegenstände. In der Schublade
können Schreibstifte, Papier, Kollektenbuch und andere Unterlagen für statistische Zwecke aufbewahrt werden.
Der eigentliche Zweck einer Sakristei besteht darin, dort die Geräte und Textilien zur Durchführung des Gottesdienstes aufzubewahren, vorzubereiten und zu pflegen. Hierfür dient der Tresor für die Vasa sacra, also die Tauf- und Abendmahlsgeräte sowie wertvolle Leuchter. Vielfach können aus Gründen des Diebstahlschutzes diese Geräte nicht mehr in den Sakristeien aufbewahrt werden, was abgesehen von der Problematik des Transportes einen gravierenden liturgischen Mangel darstellt.
Der sorgfältigen Reinigung der Vasa sacra nach Gebrauch dient im günstigsten Fall ein Wasserbecken mit Abfluss in die Erde nach außen sowie nur dazu bestimmten Handtüchern und Handtuchhalter.
Ein richtiger Sakristeischrank, wie es diese neben Wandschränken bereits im Mittelalter gab, wird nur selten angefertigt werden können. Wesentliches Kennzeichen ist eine Ablagefläche zwischen Ober- und Unterteil. Auf dieser praktischen Anrichte werden die Geräte und Textilien so vorbereitet und aufgestellt, wie sie für den jeweiligen Gottesdienst benötigt werden. Der Schrank ist mit Schüben und Fächern zur Aufnahme von Weißwäsche, Paramentenzubehör, den liturgischen Büchern und kleineren Geräten etc. eingeteilt.
Ein Schrank oder Schrankteil nimmt Talare und gegebenenfalls liturgische Kleidung (Albe, Stola, Cingulum, Kasel, Chormantel) auf. Hingegen kann der Schrank für die Kurrendemäntel
und den an einigen Orten noch vorhandenen Prozessionslaternen für die Kurrende auch
außerhalb der Sakristei stehen.
Die Paramente müssen nicht in der Sakristei aufbewahrt werden. Allein aus Platzgründen
gab und gibt es für den Paramentenschrank andere Orte, wie z. B. hinter dem Altar oder
am Ende der Kanzeltreppe.
Was geschieht in der Sakristei[Bearbeiten]
In der Sakristei werden alle Vorbereitungen für den jeweiligen Gottesdienst getroffen.
Zum traditionellen (beruflichen) Kirchnerdienst gehörte es, die Weißwäsche zu waschen und nach Erfordernis gebügelt und gefaltet in den Schrankfächern bereit zu halten.
Dabei wird die sog. Kelchwäsche sofort nach jedesmaligem Gebrauch gewaschen.
In der Sakristei werden die Kerzen für die Altarleuchter vorrätig gehalten und während
des Gebrauchs durch etwa erforderliche Rand- und Dochtbeschneidung gepflegt. Die je nach Festlichkeit zusätzlichen Altarleuchter werden bereit gestellt. Die Pflege der Altarleuchter erfolgt in der Sakristei.
Der Wechsel von Altardecke und Altartuch geschieht meist am Vortage des Gottesdienstes
im Zusammenhang mit dem etwaigen Wechsel der Paramente und der Herrichtung des
Blumenschmuckes.
Die Abendmahlsgeräte werden bereit gestellt, Hostien in ausreichender Zahl in die Hostiendose gegeben und Wein bzw. Traubensaft in die Kanne(n) gefüllt. Es ist sorgfältig darauf zu achten, dass der für das heilige Abendmahl bestimmte Wein in einwandfreiem Zustand aufbewahrt und nicht zu Essig wird oder verdorben ist. Nach der Vorbereitung werden die Abendmahlsgeräte mit den zugehörigen Paramenten sowie Reinigungstüchern und Alkohol zum Altar gebracht und unmittelbar nach Ende des Gottesdienstes zurückgeholt, sofort gereinigt und getrocknet und dann erst weggeräumt.
Gottesdienstbuch und Lektionar sind, wenn sie dort nicht ständig liegen, zum Altar bzw.
zum Lesepult zu bringen. Es ist sehr hilfreich, wenn die Kirchner sie dabei dem Kirchen-
jahr gemäß aufschlagen.
Die Abkündigungen werden heute sehr unterschiedlich gehandhabt. Wird noch ein Ab-
kündigungsbuch entweder von der Kanzlei oder dem Kirchnerdienst geführt, soll dies bei-
behalten werden. Oft sind Ringbücher vorhanden. Für den Kirchnerdienst ist die konkrete
Handhabung mit der Pfarramtsleitung abzustimmen.
Als letztes werden die Altarkerzen und eventuell Adventskranzkerzen sowie die Osterker-
ze vor dem Vollgeläut der Glocken entzündet.
Vor Beginn des Gottesdienstes sprechen alle am liturgischen Dienst Beteiligten in der
Sakristei das Rüstgebet und eventuell nach dem Gottesdienst ein Dankgebet.