Orgel: Unterschied zwischen den Versionen
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Die beste Möglichkeit, um Schäden nicht nur an Orgeln, sondern auch an anderen Kunstwerken zu vermeiden, ist eine Grundtemperierung von etwa 8°C unter der Woche und ein langsames Auf- und Abheizen (1°C pro Stunde) an den Samstagen und Sonntagen. | Die beste Möglichkeit, um Schäden nicht nur an Orgeln, sondern auch an anderen Kunstwerken zu vermeiden, ist eine Grundtemperierung von etwa 8°C unter der Woche und ein langsames Auf- und Abheizen (1°C pro Stunde) an den Samstagen und Sonntagen. | ||
== Orgelinneres und Orgelprospekt == | |||
Nur Fachpersonal (also Orgelbauer, Orgelsachverständige und ggf. ausgebildete Kirchenmusiker) versteht sich darauf, wie man sich im Inneren einer Orgel bewegen muss. | |||
Allzu leicht können die empfindlichen und teuren Einzelteile beschädigt werden, was oft zunächst überhaupt nicht bemerkt wird. Deshalb endet die Zuständigkeit von Kirchner, Mesner oder Küsterinnen vor dem Orgelgehäuse. Auch die außen sichtbaren Pfeifen, die sogenannten | |||
„Prospektpfeifen“, sollten nicht angefasst werden. Vor allem den Metallpfeifen aus einer dünnwandigen Zinn/Blei-Legierung ist die Berührung – außer durch den Orgelbauer – nicht zuträglich; schon ein leichtes Abstauben wäre falsch, weil dadurch die Klangbildung | |||
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Wartungsarbeiten an der Orgel sollten also nur durch Fachleute erfolgen. | |||
Version vom 10. Juli 2026, 08:23 Uhr
Orgeln sind seit dem 3. Jh. v. Chr. bekannt. In Kirchen erklangen Orgeln etwa seit dem 9. Jh., zuerst an Bischofssitzen und in Klöstern. Im Spämittelalter wurden die Orgeln technisch verbessert und kamen in immer mehr Kirchen zum Einsatz. Mit der Reformation wurde es bald üblich, Orgeln auf einer Empore im Westen des Kirchenschiffes aufzustellen (manchmal auch hinter oder über dem Altar). Um den Gemeindegesang begleiten und einen großen Kirchenraum ausfüllen zu können, wurden große und vollklingende Instrumente benötigt. Der Orgelbau kam, vor allem auch in Deutschland, zu großer Blüte.
Die Orgellandschaft in Deutschland ist vielfältig. Nahezu in jeder Kirche befindet sich eine Orgel. Viele stehen unter Denkmalschutz.
Bekannte und unbekannte Orgelbauer haben sie errichtet. In diesem Zusammenhang ist Gottfried Silbermann (* 14. Januar 1683 in Kleinbobritzsch (Erzgebirge); † 4. August 1753 in Dresden) hervorzuheben.
„Königin der Instrumente“ wird die Orgel genannt. Sie gehört oft zu den wertvollsten Einrichtungen im Kirchenraum. Pfeifenorgeln sind sehr empfindliche Instrumente und nur Fachleute kennen sich in ihrem komplizierten „Innenleben“ aus.
Orgeln und (Raum)Klima
Temperaturunterschiede machen einer Pfeifenorgel in der Regel nichts aus, wenn die Werte nicht gerade für längere Zeit um den Gefrierpunkt oder über 5°C liegen. Dann ändert sich nur die Stimmtonhöhe: Bei Wärme steigt sie, bei Kälte sinkt sie.
Empfindlich reagieren Orgeln jedoch auf Veränderungen der Luftfeuchte im Raum: Wenn sie unter 40% fällt und der Raum zu trocken ist, besteht die Gefahr des Austrocknens.
Vor allem das Holz – als wesentlicher Werkstoff jeder Orgel – gibt dann zuviel Feuchtigkeit ab, verändert sich deshalb in seiner Form und nimmt oft bleibenden Schaden. Auch die empfindlichen Lederteile mancher Orgeln können austrocknen. Eine solche Austrocknung tritt vor allem bei Warmluftheizungen auf oder auch dann, wenn am Orgelstandort
ein „Wärmestau“ (etwa auf der Empore) entsteht. Und schließlich können auch längere, extrem trockene Wetterperioden Schäden in Orgeln verursachen.
Aber ebenso kann auch ein zu feuchtes Innenraumklima den Orgeln abträglich sein und zu Schimmelbildung führen. Um dies zu vermeiden, sollte entsprechend gelüftet werden.
Die beste Möglichkeit, um Schäden nicht nur an Orgeln, sondern auch an anderen Kunstwerken zu vermeiden, ist eine Grundtemperierung von etwa 8°C unter der Woche und ein langsames Auf- und Abheizen (1°C pro Stunde) an den Samstagen und Sonntagen.
Orgelinneres und Orgelprospekt
Nur Fachpersonal (also Orgelbauer, Orgelsachverständige und ggf. ausgebildete Kirchenmusiker) versteht sich darauf, wie man sich im Inneren einer Orgel bewegen muss. Allzu leicht können die empfindlichen und teuren Einzelteile beschädigt werden, was oft zunächst überhaupt nicht bemerkt wird. Deshalb endet die Zuständigkeit von Kirchner, Mesner oder Küsterinnen vor dem Orgelgehäuse. Auch die außen sichtbaren Pfeifen, die sogenannten „Prospektpfeifen“, sollten nicht angefasst werden. Vor allem den Metallpfeifen aus einer dünnwandigen Zinn/Blei-Legierung ist die Berührung – außer durch den Orgelbauer – nicht zuträglich; schon ein leichtes Abstauben wäre falsch, weil dadurch die Klangbildung verändert werden könnte.
Wartungsarbeiten an der Orgel sollten also nur durch Fachleute erfolgen.